April 1, 2024

✍️ KI Mitarbeiterbindung: 3 wichtige Schritte die du kennen solltest

In diesem Artikel erkläre ich dir, wie KI Mitarbeiterbindung funktioniert und wie du Künstliche Intelligenz so im Unternehmen einsetzt, dass dir die Angestellten mehr vertrauen und noch produktiver werden.

Die Idee für diesen Newsletter kam mir in der Vorbereitung meines Vortrags "Arbeitgebermarke 2.0: KI-gestützte Mitarbeiterbindung und -entwicklung" für die Ems-Achse Veranstaltung "Der perfekte Arbeitgeber" am 4.4. und 5.4.2024 (hier gibt's noch Tickets).

Mit dem richtigen Einsatz von KI kannst du deinen Mitarbeitern lästige Routineaufgaben abnehmen, ihre Produktivität steigern und ihnen mehr Zeit für kreative und erfüllende Tätigkeiten geben.

Gleichzeitig signalisierst du, dass du an der Spitze der technologischen Entwicklung bist und in die Zukunftsfähigkeit deines Unternehmens investierst.

Deine Mitarbeiter nutzen Künstliche Intelligenz sowieso schon mit der ChatGPT App auf dem Handy. Durch gezielte KI Mitarbeiterbindung trägst positiv dazu bei, wie Künstliche Intelligenz die Unternehmenswelt beeinflusst.

Ich habe dir hier einige Informationen für Geschäftsführer und Entscheider zum Thema KI zusammengestellt.

Leider gehen viele Unternehmen beim Thema KI Mitarbeiterbindung den falschen Weg und riskieren, das Vertrauen ihrer Belegschaft zu verlieren.

TLDR: KI Mitarbeiterbindung kann die Motivation deiner Mitarbeiter stärken, wenn du Künstliche Intelligenz transparent und ethisch einsetzt. Vermeide KI zur Überwachung, kommuniziere offen, investiere in Schulungen und entwickle Leitlinien. So schaffst du Vertrauen und Akzeptanz für KI in deinem Unternehmen.

Der größte Fehler: KI zur Überwachung der Mitarbeiter einsetzen

Einige Firmen nutzen KI-Systeme, um die Chatnachrichten ihrer Angestellten in Teams oder Slack auf "schädigendes Material" zu überwachen.

Dieser Einsatz von KI am Arbeitsplatz ist nicht nur unethisch, sondern zerstört auch das Vertrauensverhältnis zwischen Arbeitgeber und Arbeitnehmer.

Weitere Fehler die ich leider ab und zu sehe sind:

  • Mangelnde Transparenz über den KI-Einsatz
  • Fehlende Einbindung der Mitarbeiter in Entscheidungen
  • Datenschutz- und Persönlichkeitsrechtsverletzungen
  • Demotivation und Frust in der Belegschaft

Du kannst diese Fehler vermeiden, indem du KI offen, ethisch und zum Wohle deiner Mitarbeiter einsetzt! Denn, laut § 613 BGB kann KI ein effizientes, erlaubtes Werkzeug im Alltag sein:

Denn § 613 S. 1 BGB verpflichtet Arbeitnehmende dazu ihre Arbeitsleistung höchstpersönlich zu erbringen. Dies bedeutet, dass sie keine andere Person an ihrer Stelle die Arbeit erledigen lassen dürfen.

Das Problem im Hinblick auf Künstliche Intelligenz ergibt sich daraus, ob die KI-Anwendung als Einsatz eines Hilfsmittels gewertet oder einer Hilfsperson gleichgestellt wird.
Die bisher überwiegende Meinung stuft die KI-Anwendung als Einsatz eines Hilfsmittels ein, woraus folgt, dass der grundsätzliche Einsatz von Künstlicher Intelligenz keinen Verstoß gegen die Höchstpersönlichkeit der Arbeitsleistung darstellen würde. Dies lässt sich zum einen damit begründen, dass einer KI weder auf deutscher noch europäischer Ebene eine eigene Rechtspersönlichkeit zugestanden wurde. Eine Hilfsperson müsste jedoch klassischerweise eine eigenständige Person sein.

https://www.osborneclarke-arbeitsrecht.de/artikel/durfen-arbeitnehmerinnen-die-ki-ihre-arbeit-machen-lassen-rechtliches-zum-einsatz-kunstlicher-intelligenz-im-arbeitsverhaltnis/

So gehst du den richtigen Weg:

Schritt 1: Kommuniziere die KI Mitarbeiterbindungspläne transparent

Informiere deine Mitarbeiter frühzeitig über geplante KI-Systeme und deren Zweck.

Betone, dass KI zu ihrer Entlastung und nicht zur Überwachung dient. Hole ihr Feedback ein und binde sie in Entscheidungen mit ein.

"Das Problem im Hinblick auf Künstliche Intelligenz ergibt sich daraus, ob die KI-Anwendung als Einsatz eines Hilfsmittels gewertet oder einer Hilfsperson gleichgestellt wird."
Sabine Wahl, LL.M., Osborne Clark 

Ich bin generell ein Freund davon, KI als Werkzeug einzusetzen und als Hilfsperson zu betrachten. KI kann sogar in begrenzten Anwendungsfällen bereits autonom laufen - allerdings ist in 90% der Szenarien menschliche Aufsicht nötig.

Schritt 2: Investiere in Schulungen und Weiterbildung

Qualifiziere deine Belegschaft im Umgang mit KI-Technologien. So baust du Akzeptanz auf und gibst ihnen die Möglichkeit, von KI zu profitieren anstatt sich bedroht zu fühlen.

"Für Unternehmen, die Echtzeit-Daten nutzen, sind Verbesserungen bei Weiterbildung und Fachkräfteangebot überproportional wichtig" - Herausforderungen beim Einsatz künstlicher Intelligenz, Bundesministerium für Wirtschaft und Energie (Link zur Studie)

Das BMWi hat im April 2021 kleine und mittelständische Unternehmen befragt und dabei unter anderem herausgearbeitet, dass jedes Unternehmen das Daten mit zeitlicher Relevanz (z.B. fertigende Unternehmen, Service-Unternehmen, Logistiker, etc) sich mit Weiterbildungen zu Künstlicher Intelligenz befassen sollten.

Schritt 3: Entwickle ethische Leitlinien und Richtlinien

Definiere klare Regeln für den verantwortungsvollen Einsatz von KI in deinem Unternehmen. Stelle sicher, dass Persönlichkeitsrechte, Datenschutz und Mitarbeiterinteressen gewahrt bleiben.

Durch diese Schritte schaffst du eine Kultur des Vertrauens und der Wertschätzung. Deine Mitarbeiter werden KI als Chance statt als Bedrohung wahrnehmen. Das stärkt ihre Motivation, Leistungsbereitschaft und Bindung an dein Unternehmen.

Beispielsweise gibt's hier einen Ausblick darauf, wie sich die Jobs von Programmierern durch KI verändern könnten. Das ist zwar nicht unser eigenes Video, aber dennoch ist es lehrreich und gut gemacht.

KI in der Mitarbeiterentwicklung

KI bietet enorme Potenziale, um personalisierte Lern- und Entwicklungsprogramme für deine Mitarbeiter zu gestalten. Durch die Analyse von Fähigkeiten, Interessen und Lernpräferenzen kann KI maßgeschneiderte Schulungen und Karrierepfade empfehlen.

So können Sie beispielsweise mit unserer KoBra KI internes Wissen aus Dokumenten, Prozessbeschreibungen, Anweisungen oder Richtlinien in ein interaktives Format bringen das deine Mitarbeiter durch den Alltag begleitet. Bespielsweise als Chatbot oder virtueller Assistent, der alle Fragen deiner Mitarbeiter zu internen Vorgängen beantworten kann.

Dies fördert nicht nur die individuelle Weiterentwicklung, sondern trägt auch zur Schaffung einer lernbereiten und innovativen Unternehmenskultur bei. Indem du in die Qualifikation deiner Belegschaft investierst, stärkst du ihre Motivation, Leistungsbereitschaft und Bindung an dein Unternehmen.

Langfristige Effekte von KI auf die Unternehmenskultur

Die Implementierung von KI-Technologien hat nachhaltige Auswirkungen auf die Unternehmenskultur und Mitarbeiterzufriedenheit. Durch den Einsatz von KI verändern sich Arbeitsweisen, Kommunikationsformen und Kollaborationsmöglichkeiten.

Um langfristig eine positive Kultur zu schaffen, ist es entscheidend, den Wandel aktiv zu gestalten. Fördere den offenen Dialog, betone die Chancen von KI und begegne Ängsten und Vorbehalten mit Transparenz und Empathie. Nur wenn deine Mitarbeiter den Mehrwert von KI erkennen und erleben, können sie eine aufgeschlossene Haltung entwickeln.

Führungsrolle im KI-Zeitalter

Als Führungskraft trägst du eine besondere Verantwortung, dein Team auf die Zusammenarbeit mit KI vorzubereiten. Dazu gehört nicht nur die fachliche Qualifizierung, sondern auch die Entwicklung eines Mindsets, das KI als Bereicherung versteht.

Nutze Schulungen und Coachings, um deine Führungskompetenzen im Umgang mit KI zu stärken. Lerne, wie du Mitarbeiter motivierst, Vertrauen schaffst und mögliche Konflikte löst. Agiere als Vorbild, indem du selbst eine positive Haltung zu KI vermittelst und dein Team aktiv in Veränderungsprozesse einbindest.

Durch diese Schritte schaffst du eine Kultur des Vertrauens und der Wertschätzung. Deine Mitarbeiter werden KI als Chance statt als Bedrohung wahrnehmen, insbesondere wenn sie auch noch KI Prompting lernen. Das stärkt ihre Motivation, Leistungsbereitschaft und Bindung an dein Unternehmen.

Zum Abschluss:

KI hat für den Aufbau deiner Arbeitgebermarke mehr Potential als nur Stellenausschreibungen mit ChatGPT zu schreiben.

Du kannst die besten Bewerber für dich gewinnen, indem die Bewerber verstehen, wie du KI nutzt um ihnen das Leben im Alltag leichter zu machen.

Wenn deine Arbeitnehmer weniger Zeit für langweilige und repetitive Arbeiten aufwenden müssen und dank KI mehr Zeit für spannende Projekte und strategische Entscheidungen haben, setzt du dich bei der Mitarbeiterbindung von deinen Wettbewerbern um die besten Talente ab.

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