🚚 Spedition14. Januar 20266 min read

Dispositions-Backoffice automatisieren: Weniger Tippen, mehr Disponieren

Ihre Disponenten verbringen 60% ihrer Zeit mit Dateneingabe statt Disposition. KI ändert das — ohne Ihr TMS zu ersetzen.

KoBra Team
Dispositions-Backoffice automatisieren: Weniger Tippen, mehr Disponieren

Dispositions-Backoffice automatisieren: Weniger Tippen, mehr Disponieren

Ihre Disponenten sind Profis. Sie kennen jeden Fahrer, jede Route, jeden Kunden. Sie jonglieren 50 Aufträge gleichzeitig und finden immer eine Lösung.

Und dann tippen sie 4 Stunden am Tag Daten ins TMS.

Das ist falsch.

Das Problem: Disposition vs. Dateneingabe

Zeitverteilung Disponenten

Ein typischer Arbeitstag eines Disponenten:

AufgabeZeit
Aufträge aus Emails ins TMS übertragen2,5 Stunden
Lieferscheine und PODs verarbeiten1,5 Stunden
Telefon und Kommunikation1,5 Stunden
Eigentliche Disposition2,5 Stunden

2,5 von 8 Stunden. 31% der Arbeitszeit für das, wofür Sie die Person eingestellt haben.

Die anderen 69%? Dateneingabe. Die könnte ein Computer machen.

Was wir unter "Backoffice" verstehen

Wir reden nicht über Tourenoptimierung oder GPS-Tracking. Das macht Ihr TMS.

Wir reden über:

Auftragseingang

  • Emails mit Bestellungen lesen
  • PDFs und Excel-Anhänge auswerten
  • Daten ins TMS übertragen
  • Auftragsbestätigungen verschicken

Dokumentenverarbeitung

  • Lieferscheine digitalisieren
  • CMR-Frachtbriefe erfassen
  • Wiegescheine verarbeiten
  • PODs (Proof of Delivery) ablegen

Statusaktualisierung

  • Tour-Status im System aktualisieren
  • Kunden über Verzögerungen informieren
  • Abrechnungsdaten zusammenstellen
  • Berichte erstellen

Das ist repetitive Arbeit. Wichtig, aber repetitiv. Perfekt für Automatisierung.

Wie Automatisierung funktioniert

Schritt 1: Email-Monitoring

Ein Kunde schickt eine Bestellung per Email. Die KI:

  1. Erkennt die Email als Bestellung (nicht als Anfrage, Beschwerde, etc.)
  2. Öffnet den PDF-Anhang
  3. Extrahiert alle relevanten Daten:
    • Absender/Empfänger
    • Ladestelle/Entladestelle
    • Datum/Uhrzeit
    • Ware/Gewicht/Volumen
    • Besondere Anforderungen

Schritt 2: TMS-Integration

Die extrahierten Daten werden automatisch im TMS angelegt:

  • Neuer Transportauftrag
  • Verknüpfung mit Kundenstamm
  • Zuordnung zu Fahrzone/Gebiet
  • Vorläufige Terminierung

Schritt 3: Benachrichtigung

Der Disponent sieht:

  • "Neuer Auftrag von Kunde X angelegt"
  • "Zur Disposition bereit"
  • "Geschätzte Zeit: 4h, Zone Süd"

Ein Klick zur Bestätigung. Kein Tippen.

Schritt 4: Rücklauf

Der Fahrer liefert. Macht Foto vom Lieferschein. Die KI:

  1. Empfängt das Foto (per App oder WhatsApp)
  2. Extrahiert Daten (Unterschrift, Datum, Mengen)
  3. Matched mit dem Auftrag
  4. Aktualisiert Status im TMS
  5. Legt Dokument revisionssicher ab

Der Disponent sieht: "Auftrag 4711 abgeschlossen. POD vorhanden."

Die Integration mit Ihrem TMS

TMS Integration

"Müssen wir unser TMS wechseln?"

Nein. Wir arbeiten mit dem, was Sie haben.

CarLo

  • REST-API Integration
  • Aufträge automatisch anlegen
  • Status bidirektional synchronisieren

Winsped

  • API oder CSV-Import
  • Batch-Verarbeitung möglich
  • On-Premise bleibt on-premise

Transporeon / TimoCom

  • Aufträge aus Frachtenbörse automatisch importieren
  • Angebote automatisch erstellen

SAP TM

  • BAPI-Integration
  • Oder IDOc-Schnittstelle
  • Enterprise-ready

Eigenentwicklung

  • REST-API wenn vorhanden
  • CSV/SFTP als Fallback
  • Wir bauen den Connector

Beispiel: Ein Tag mit Automatisierung

06:00 — 15 neue Auftrags-Emails über Nacht. Früher: 2 Stunden Tipparbeit. Jetzt: Alle Aufträge im TMS. Disponent prüft, bestätigt. 15 Minuten.

09:30 — Kunde ruft an, will wissen wo seine Lieferung ist. Früher: Im TMS suchen, Fahrer anrufen. Jetzt: Ein Blick aufs Dashboard, Echtzeit-Position, "Ankunft in 35 Minuten."

11:00 — Fahrer meldet: Zusätzliche Palette beim Kunden. Früher: Auftrag manuell ändern, neue Papiere erstellen. Jetzt: Fahrer macht Foto vom aktualisierten Lieferschein, System passt Auftrag an.

14:00 — 12 Lieferungen abgeschlossen. Früher: Papierstapel durcharbeiten, alles ins System. Jetzt: Alle PODs schon digital erfasst. Disponent prüft nur Ausnahmen.

16:00 — Tagesbericht für die Geschäftsführung. Früher: Excel-Export, Zahlen zusammensuchen, formatieren. Jetzt: Dashboard zeigt alles in Echtzeit. Export mit einem Klick.

Ergebnis: Der Disponent disponiert. Statt 2,5 Stunden sind es jetzt 6 Stunden. Die Kapazität pro Disponent verdoppelt sich.

ROI-Rechnung

Annahmen:

  • 5 Disponenten
  • Durchschnittsgehalt: 45.000€/Jahr
  • Aktuelle Dispositionszeit: 31% (2,5h/Tag)
  • Nach Automatisierung: 75% (6h/Tag)

Rechnung:

Produktivitätssteigerung pro Disponent:

  • Vorher: 31% = 0,31 FTE Dispositionsarbeit
  • Nachher: 75% = 0,75 FTE Dispositionsarbeit
  • Steigerung: 142%

Kapazitätsgewinn:

  • 5 Disponenten × 142% = 7,1 FTE Dispositionskapazität
  • Das entspricht 2,1 zusätzlichen Disponenten

Wert des Kapazitätsgewinns:

  • 2,1 × 45.000€ = 94.500€/Jahr

Kosten der Automatisierung:

  • Setup: 12.000€
  • Monatlich: 1.500€ = 18.000€/Jahr
  • Jahreskosten: 30.000€

Nettoersparnis: 64.500€/Jahr

Oder anders: Sie können 40% mehr Aufträge abwickeln — ohne neue Leute einzustellen.

Was passiert mit den Disponenten?

Die Disponenten werden nicht ersetzt. Sie werden entlastet.

Vorher:

  • Daten tippen (frustrierend)
  • Papiere suchen (zeitfressend)
  • Kunden vertrösten ("ich muss erst nachschauen")
  • Überstunden wegen Papierstau

Nachher:

  • Echte Disposition (wofür sie gut sind)
  • Kundenbetreuung (wofür Sie sie brauchen)
  • Optimierung (was Geld spart)
  • Pünktlich Feierabend

Die guten Disponenten bleiben nicht wegen des Tippens. Die bleiben, weil sie disponieren können. Automatisierung macht den Job besser, nicht überflüssig.

Implementation: 4 Wochen zum Vollbetrieb

Woche 1: Analyse

  • Ihre aktuellen Prozesse verstehen
  • Email-Formate analysieren
  • TMS-Schnittstellen prüfen
  • Quick Wins identifizieren

Woche 2: Setup

  • Email-Integration konfigurieren
  • KI auf Ihre Dokumente trainieren
  • TMS-Connector einrichten
  • Testumgebung aufsetzen

Woche 3: Pilotbetrieb

  • 20% der Aufträge automatisch
  • Disponenten prüfen jedes Ergebnis
  • Fehler werden korrigiert und gelernt
  • Tägliches Finetuning

Woche 4: Rollout

  • 80% der Aufträge automatisch
  • Nur Ausnahmen werden manuell bearbeitet
  • Reporting und Dashboards live
  • Schulung abgeschlossen

Typische Fragen

"Was wenn die KI Fehler macht?"

Sie macht Fehler. Weniger als Menschen (ca. 0,5% vs. 3%), aber sie macht welche.

Deshalb gibt es Validierungsregeln:

  • Unbekannter Kunde? → Manuell prüfen
  • Ungewöhnliche Menge? → Bestätigung erforderlich
  • Widersprüchliche Daten? → Disponent entscheidet

Die KI weiß, was sie nicht weiß.

"Unsere Kunden schicken chaotische Emails"

Das ist normal. Unsere KI ist auf Chaos trainiert.

  • Bestellung im Email-Text statt Anhang? Funktioniert.
  • PDF-Scan statt echtes PDF? Funktioniert.
  • Handschriftliche Notizen? Funktioniert.
  • Drei verschiedene Formate vom selben Kunden? Funktioniert.

Nach 2 Wochen kennt die KI Ihre Kunden besser als ein neuer Mitarbeiter nach 2 Monaten.

"Wir haben schon ein Kundenportal"

Super. Dann haben Sie zwei Kanäle:

  1. Portal: Aufträge gehen direkt ins TMS
  2. Email: Aufträge gehen über KI ins TMS

Ein Dashboard. Beide Quellen. Keine doppelte Arbeit.

"Was ist mit Datenschutz?"

Ihre Daten bleiben bei Ihnen (oder bei uns, DSGVO-konform in Frankfurt).

  • Keine Cloud-APIs von US-Anbietern
  • Keine Speicherung von Dokumenten außerhalb Ihrer Kontrolle
  • Verschlüsselte Übertragung
  • Löschung nach Verarbeitung (oder Archivierung, Ihre Wahl)

Nächster Schritt

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Wir schauen uns 30 Minuten lang Ihren Auftragseingang an:

  • Wie kommen Aufträge rein?
  • Was kostet Sie die manuelle Verarbeitung?
  • Wie viel können Sie automatisieren?

Konkrete Zahlen. Keine Versprechungen.


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