Individuelle Software entwickeln lassen: Kosten, Dauer & Anbieter-Vergleich 2026
Sie haben eine Idee für eine Software, die genau zu Ihrem Unternehmen passt. Kein Standardprodukt, das Sie verbiegen müssen — sondern eine Lösung, die Ihre Prozesse perfekt abbildet.
Aber was kostet das? Wie lange dauert es? Und wen beauftragen Sie?
Dieser Artikel gibt Ihnen die ehrlichen Antworten.
Die Wahrheit über Softwareentwicklungskosten
Fragen Sie drei Agenturen nach einem Angebot, bekommen Sie drei völlig unterschiedliche Zahlen. Das liegt nicht (nur) an unterschiedlichen Stundensätzen — sondern an der Art, wie Projekte kalkuliert werden.
Typische Projektgrößen 2026
| Projekttyp | Zeitrahmen | Kosten (DE) | Kosten (Nearshore) |
|---|---|---|---|
| MVP / Prototyp | 4-8 Wochen | 15.000 - 40.000€ | 8.000 - 25.000€ |
| Mittelgroße App | 3-6 Monate | 50.000 - 150.000€ | 30.000 - 80.000€ |
| Enterprise-Lösung | 6-18 Monate | 150.000 - 500.000€+ | 80.000 - 300.000€ |
| Wartung/Monat | Laufend | 2.000 - 10.000€ | 1.000 - 5.000€ |
Wichtig: Diese Zahlen sind Richtwerte. Ihr konkretes Projekt kann stark abweichen — nach oben oder unten.
Was den Preis wirklich beeinflusst
1. Komplexität der Geschäftslogik Ein simples Dashboard: Wenige Tage. Ein System mit 50 verschiedenen Benutzerrollen, Genehmigungsworkflows und Audit-Logs: Monate.
2. Integrationen Jede Schnittstelle zu bestehenden Systemen (ERP, CRM, Buchhaltung) kostet Zeit. Gut dokumentierte APIs: 1-2 Tage. Legacy-Systeme ohne Dokumentation: 1-2 Wochen pro Integration.
3. Design-Anforderungen Standard-UI-Komponenten: Günstig. Pixel-perfektes Custom Design mit Animationen: Teuer. Beides ist valide — aber die Entscheidung hat Konsequenzen.
4. Sicherheitsanforderungen Für interne Tools reicht Standardsicherheit. Verarbeiten Sie sensible Daten (Gesundheit, Finanzen), steigen die Anforderungen — und Kosten.
Zeitrahmen: Warum "schnell" selten schnell ist
Die häufigste Frage: "Wie schnell können Sie liefern?"
Die ehrliche Antwort: Es kommt darauf an, wie viel Sie parallel klären können.
Typischer Projektverlauf
Woche 1-2: Discovery & Anforderungen
Woche 3-4: Architektur & Design
Woche 5-12: Entwicklung (Sprints)
Woche 13-14: Testing & QA
Woche 15-16: Deployment & Training
Was Projekte verzögert:
- Unklare Anforderungen (→ Nacharbeit)
- Späte Änderungswünsche (→ Rework)
- Langsames Feedback (→ Wartezeiten)
- Fehlende Testdaten (→ Blockaden)
Was Projekte beschleunigt:
- Ein dedizierter Ansprechpartner auf Ihrer Seite
- Schnelle Entscheidungen (24-48h statt Wochen)
- Frühes, regelmäßiges Feedback
- Realistische Erwartungen
Der KI-Faktor 2026
Moderne Entwicklungsteams nutzen KI-Tools, die die Produktivität um 30-50% steigern können:
- Code-Generierung: Boilerplate-Code in Sekunden statt Stunden
- Automatisierte Tests: Testfälle generieren statt manuell schreiben
- Code-Reviews: KI findet Bugs vor dem Menschen
- Dokumentation: Automatisch generiert und aktuell
Das bedeutet: Gleiche Qualität in weniger Zeit. Oder mehr Qualität in gleicher Zeit. Fragen Sie potenzielle Partner, wie sie KI einsetzen.
📖 Mehr dazu: ROI von KI in der Softwareentwicklung

Agentur vs. Freelancer vs. Inhouse
Jede Option hat ihren Platz. Hier die ehrliche Einordnung:
Freelancer
Ideal für:
- Kleine, klar definierte Aufgaben
- Budgets unter 20.000€
- Projekte ohne kritische Deadlines
Vorteile:
- Günstigere Stundensätze (60-120€)
- Direkte Kommunikation
- Flexibilität
Risiken:
- Single Point of Failure (Urlaub, Krankheit)
- Begrenzte Kapazität
- Oft keine QA/Testing-Expertise
Agentur
Ideal für:
- Komplexe Projekte mit vielen Komponenten
- Unternehmenskritische Software
- Langfristige Partnerschaften
Vorteile:
- Team mit verschiedenen Spezialisierungen
- Backup bei Ausfall
- Strukturierte Prozesse
- Erfahrung mit ähnlichen Projekten
Risiken:
- Höhere Stundensätze (100-180€)
- Längere Kommunikationswege
- Overhead-Kosten
Inhouse-Team
Ideal für:
- Software als Kernprodukt
- Langfristige Entwicklung (3+ Jahre)
- Budgets für 2+ Vollzeit-Entwickler
Vorteile:
- Volles Commitment
- Tiefes Domänenwissen
- Volle Kontrolle
Risiken:
- Rekrutierungsaufwand (6+ Monate für gute Leute)
- Fixkosten auch in ruhigen Phasen
- Technologie-Sackgassen ohne externe Impulse
📖 Detaillierter Vergleich: Inhouse-Entwickler vs. Software-Agentur
Worauf Sie bei der Agentur-Auswahl achten sollten
1. Referenzen in Ihrer Branche
Eine Agentur, die E-Commerce-Shops baut, ist nicht automatisch gut für Ihre Logistik-Software. Fragen Sie nach konkreten Projekten in ähnlichen Bereichen.
2. Technologie-Stack
Passt die Technologie zur Aufgabe? Moderne Stacks (React, Next.js, Node.js) sind meist flexibler als Legacy-Technologien. Aber: Manchmal ist "langweilig" besser als "trendy".
3. Kommunikation
Wie schnell reagieren sie auf Anfragen? Verstehen sie Ihre Sprache, oder reden sie nur Tech-Jargon? Ein guter Partner übersetzt — in beide Richtungen.
4. Transparenz
- Stundensätze offen kommuniziert?
- Regelmäßige Status-Updates?
- Zugang zum Code und zur Dokumentation?
5. Wartung und Support
Das Projekt endet nicht mit dem Go-Live. Klären Sie vorab:
- Wie werden Bugs behandelt?
- Was kostet laufende Wartung?
- Gibt es SLAs für kritische Systeme?
Typische Fehler bei der Auftragsvergabe
Fehler 1: Zu früh auf den Preis fokussieren
Das günstigste Angebot ist selten das beste. Ein Projekt, das 30% günstiger startet und 50% teurer endet, ist kein Schnäppchen.
Fehler 2: Alles auf einmal wollen
"Wir brauchen alle Features zum Go-Live." — Nein. Starten Sie mit dem Minimum Viable Product (MVP). Erweitern Sie basierend auf echtem Nutzerfeedback.
Fehler 3: Keine klaren Verantwortlichkeiten
Wer entscheidet bei Design-Fragen? Wer liefert Testdaten? Wer nimmt ab? Klären Sie das vor Projektstart.
Fehler 4: Fehlende Dokumentation
Fordern Sie saubere Dokumentation. Nicht für Ihre Ordner — sondern für den Fall, dass Sie den Anbieter wechseln müssen.
So starten Sie richtig
Schritt 1: Problem definieren
Bevor Sie nach Lösungen suchen: Was genau ist das Problem? Welche Prozesse sind ineffizient? Was kostet Sie das aktuelle System (Zeit, Geld, Nerven)?
Schritt 2: Anforderungen priorisieren
Listen Sie alle gewünschten Features auf. Dann kategorisieren Sie:
- Must-have: Ohne diese Features kein Go-Live
- Should-have: Wichtig, aber nicht kritisch
- Nice-to-have: Wenn Budget und Zeit übrig sind
Schritt 3: Angebote einholen
Sprechen Sie mit 3-5 Anbietern. Achten Sie nicht nur auf den Preis, sondern auf:
- Verstehen sie Ihr Problem?
- Stellen sie gute Fragen?
- Sind sie ehrlich über Risiken?
Schritt 4: Klein starten
Beginnen Sie mit einem überschaubaren Pilotprojekt. Das minimiert Risiko und zeigt, ob die Zusammenarbeit funktioniert.
Warum KoBra Dataworks?
Wir sind keine Alleskönner. Aber in unserem Bereich — KI-gestützte Businesssoftware für den Mittelstand — sind wir richtig gut.
Was uns unterscheidet:
✅ KI-native Entwicklung: Wir nutzen KI nicht als Buzzword, sondern als Produktivitäts-Multiplikator. Das macht uns schneller und günstiger.
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Lassen Sie uns unverbindlich sprechen. In 30 Minuten klären wir:
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Kostenloses Erstgespräch
30 Minuten, keine Verpflichtung. Wir hören zu, stellen Fragen und geben eine ehrliche Einschätzung.
Termin vereinbaren →Zusammenfassung
- Kosten: MVP ab 15.000€, komplexe Lösungen ab 50.000€
- Dauer: MVP in 4-8 Wochen, größere Projekte in 3-12 Monaten
- Anbieter: Freelancer für Kleines, Agentur für Komplexes, Inhouse für Langfristiges
- Wichtig: Klare Anforderungen, iteratives Vorgehen, transparente Kommunikation
Individuelle Software ist eine Investition. Aber wenn sie richtig gemacht wird, zahlt sie sich vielfach aus — durch Effizienz, Wettbewerbsvorteile und Skalierbarkeit.
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